Brot gegen Not sucht Bäcker und Konditoren für Projekte im Ausland

Brot gegen Not – Die Heiner Kamps Stiftung errichtet in bedürftigen Regionen der Welt Ausbildungsbackstuben und bildet mit ehrenamtlich tätigen Bäckern junge Menschen im Bäckerhandwerk aus.

Für die nächsten Projekte, die ab Herbst 2010 starten, werden noch Bäcker und Konditoren gesucht.

Der Einsatz dauert, nach Absprache mit den Bäckern oder Konditoren, bis zu drei Monate. Es wird zwar kein Gehalt gezahlt, dafür werden aber alle Kosten, angefangen von Reisepass, Flug und Unterkunft bis hin zu Verpflegung etc., von der Stiftung getragen.

Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht unbedingt erforderlich, da meist auch Leute vor Ort sind, die deutsch sprechen.


Bei der Stiftung „Brot gegen Not“ steht Frau Jennifer Reinhard unter Tel.: 0211-310 627 27 oder E-Mail info@brotgegennot.de für alle Fragen zur Verfügung.


Derzeit werden für die folgenden Projekte Bäcker oder Konditoren gesucht:

Marokko, Casablanca:

Das Ausbildungszentrum von SOS Village d’enfants Maroc (SOS Kinderdorf Marokko) in Casablanca wurde errichtet, um alleinstehenden Müttern, die in der Regel von ihren Männern im Stich gelassen wurden, zu helfen. In den meisten Fällen werden sie auch noch von ihren Familien und damit von der Gesellschaft ausgegrenzt.

Im Ausbildungszentrum erhalten sie die Chance, unterschiedliche Berufe zu erlernen, um sich und ihre Kinder zu ernähren und ein eigenständiges, unabhängiges Leben führen zu können. Hier finden sie die Möglichkeit, sich als Näherin ausbilden zu lassen, können die handwerkliche Kerzenherstellung und das marokkanische Glashandwerk erlernen. Auch eine Lernküche ist eingerichtet. Während die jungen Frauen die Ausbildung absolvieren, wird für die Kinder gesorgt. Sie werden in einem angeschlossenen Kindergarten betreut.

Die Ausbildungsbackstube von „Brot gegen Not“ wird das Konzept ergänzen.

Albanien, Durrës:

Der Zusammenbruch des politischen Systems hat die Lebensumstände in Albanien verschlechtert. Viele Menschen haben ihre Existenzgrundlage verloren, sie haben wenig Hoffnung auf Arbeit und sind gezwungen, als Tagelöhner zu arbeiten. Diese Situation ist besonders hart für Berufsanfänger und Jugendliche ohne Ausbildung und ohne eine Chance auf Ausbildung.

„Brot gegen Not“ kooperiert hier innerhalb des AlbVET Programms mit Swisscontact, eine Stiftung der Schweizer Wirtschaft für Entwicklungszusammenarbeit, und möchte jungen Erwachsenen eine Ausbildung im Bäckerhandwerk ermöglichen. Es gibt weder eine standardisierte Ausbildung zum Bäcker noch eine Berufsfachschule, um den Bäckerberuf zu erlernen.

In Durrës, einer Stadt mit ca. 130.000 Einwohnern im Westen Albaniens, soll es die erste Bäckereifachschule für Albanien geben. Neben der Errichtung einer professionellen Lehrbackstube und der praktischen Ausbildung im Bäckerhandwerk, übernimmt „Brot gegen Not“ eine wichtige beratende Funktion in Bezug auf die Entwicklung der Bäckerausbildung.

Bosnien und Rumänien:

Der Krieg in Bosnien hat vielen Kindern die Eltern und die Heimat genommen. Etwa 12 Km von Tuzla entfernt liegt das Kinderdorf „Selo Mira“ was übersetzt, Friedensdorf heißt. Das Kinderdorf bietet den Jugendlichen eigene Ausbildungsplätze in verschiedenen Berufen an. So haben Interessierte die Möglichkeit in einer Schreinerei, Näherei, Küche, Autowerkstatt und Gärtnerei ihre Ausbildung auszuüben. „Brot gegen Not“ richtete Mitte Dezember 2005 eine Ausbildungs- und Produktionsbackstube direkt neben dem Ausbildungszentrum ein.

Im Oktober 2004 stattete „Brot gegen Not“ eine Ausbildungsbackstube in dem 1994 errichteten Kinderdorf „Kinderzukunft“ in Timisoara in Rumänien aus. Neben der Ausbildungsmöglichkeit, die interessierten Jugendlichen eine Perspektive für die Zukunft eröffnet, versorgt die Backstube das gesamte Kinderdorf mit frischem Brot und bereichert damit die Speisekarte durch die größere Vielfalt an Brotsorten, die geboten wird.

Mosambik, Naamacha:

Mosambik ist eins der ärmsten Länder der Erde. Die Kinder sind noch nicht mal 10 Jahre alt, wenn sie ihre Familien verlassen müssen und als Arbeitskraft nach Swasiland oder Südafrika verkauft oder in die Prostitution gezwungen werden. In Naamacha, ein Dorf an der Grenze zu Swasiland und Südafrika, gründeten Salesianerinnen für diese Mädchen ein Zuhause. Sie bauten ein Wohnheim, eröffneten eine öffentliche Schule und einen Kindergarten. Für die Größeren haben die Schwestern die Möglichkeit geschaffen, verschiedene Handwerksberufe zu erlernen. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Welthungerhilfe, die dieses besondere Projekt seit vielen, vielen Jahren unterstützt und fördert , möchte „Brot gegen Not“ hier das nächste Stiftungsprojekt starten und einen kleinen Teil dazu beitragen, Gutes zu tun.

Im Einzelfall werden für die Projekte auch Gesellen oder Gesellinnen anderer Gewerke gesucht.

Kommentare

  1. Sehr geehrte damen und herren,
    Ich bin zufällig auf ihrer seite gelandet und finde es großartig was “brot gegen not” alles macht. Ich selbst bin Bäckerazubi in deutschland und werde nach meiner lehre eventuell den meisterbrief machen und nach marokko auswandern da mein mann marokkaner ist. Ich wünsche ihnen alles gute und hoffe das es diese stiftung noch sehr lange geben wird..

    • HALLO. könnte ich mich mit ihnen unterhalten zwecks der Bäckerei Ausland.

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