FAQ ZU "walz"

Was muss ich alles mitnehmen?

Der Wandergeselle nimmt auf seine Wanderschaft nur das nötigste mit. Handy, Laptop und andere Gegenstände, ohne die man heute nicht mehr auszukommen meint, bleiben zuhause. Die Arbeitskleidung, Kleidung zum Wechseln, einen Schlafsack und ein paar persönliche Gegenstände packt der Geselle in seinen Charlottenburger – ein buntes Tuch, das mit dem Inhalt zu einem Bündel zusammengeschnürt wird.

In den Charlottenburger, wie man das Tuch aus Leinen nennt, wickelt der Wandergeselle sein Hab und Gut (Quelle: Herbergsmuseum Blankenburg).

In den Charlottenburger, wie man das Tuch aus Leinen nennt, wickelt der Wandergeselle sein Hab und Gut (Quelle: Herbergsmuseum Blankenburg).

Kann ich einfach so losgehen?

Theoretisch ja. Es gibt aber viele Regeln und Traditionen, die Du nur von anderen Wandergesellen lernen kannst. Deshalb sucht sich ein sogenannter Interessent einen erfahrenen Wandergesellen, der ihn losbringt, also in den ersten Wochen begleitet und ihm alles Notwendige beibringt. Diesen nennt man Exportgesellen.

Werde ich als Wandergeselle vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks besonders unterstützt?

Nein, nicht direkt. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks leistet keine finanzielle Unterstützung oder organisiert die Walz.
Bäcker und Bäckerinnen, die auf der Walz waren, erhalten jedoch einen Rabatt von 10 % auf die Kursgebühr des Meistervorbereitungskurses bei den ADB-Fachschulen. Voraussetzung dafür ist, dass der Geselle oder die Gesellin mindestens drei Jahre und einen Tag auf der Walz war, sich an die Traditionen der Wandergesellen gehalten hat und während der Wanderschaft mindestens 18 Monate in backenden Betrieben gearbeitet hat. Zeiten im Ausland werden übrigens doppelt angerechnet.