INFORMATIONEN FÜR BETRIEBSINHABER

Wandergesellen fragen bei Handwerksbetrieben mit einem traditionellen Spruch nach Arbeit nach, während andere Gesellen eine ausgefeilte schriftliche Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen verschicken. Ein Wandergeselle wird auch in der Regel nur nach einer Beschäftigung für ein paar Wochen oder wenige Monate bitten.

Trotz dieser Unterschiede sind Wandergesellen rechtlich gesehen Arbeitnehmer wie andere auch. Auch wenn es traditionell üblich ist, dass Verträge mit Wandergesellen allein per Handschlag geschlossen werden, sollten auch diese Arbeitsverträge an sich immer schriftlich geschlossen werden. Wandergesellen sind wie jeder andere Mitarbeiter bei der Krankenkasse an- und wieder abzumelden. Gleiches gilt für das Einbehalten und Abführen der Lohnsteuer.

Wandergesellen gelten übrigens nicht automatisch als geringfügig Beschäftigte. Ihr regelmäßiges monatliches Arbeitsentgelt wird in der Regel den Betrag von 400 Euro übersteigen und trotz der Kürze der Beschäftigung im einzelnen Betrieb liegt auch keine kurzfristige Beschäftigung im eigentlichen Sinne vor, da jeder Wandergeselle im Jahr mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage beschäftigt sein dürfte.

Für weitere Fragen können sich Innungsbäcker sehr gerne an den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks wenden.