Die Walz heute

Wer auf der Walz war hat gute Karten

Ursprünglich wurde von jedem Gesellen, der Meister werden wollte, verlangt, auf die Walz zu gehen. Später mussten zumindest die Gesellenjahre absolviert werden. Auch diese Voraussetzung ist inzwischen weggefallen. Heute kann sich jeder Geselle gleich nach der Lehre zur Meisterprüfung anmelden. Allerdings haben Gesellen, die auf der Walz waren, besonders gute Voraussetzungen für die Meisterprüfung: Sie verfügen über Wissen, das über die Ausbildung und die Berufsschule hinausgeht. Daher gehen auch heute noch Handwerksgesellen und -gesellinnen auf die Walz. Sie leben die alte Tradition der Gesellenwanderschaft und tragen Kluft mit Hut, Ohrring und Stenz.

Der traditionelle Anzug des Wandergesellen wird Kluft genannt. An der Farbe erkennt man das Handwerk.

Der traditionelle Anzug des Wandergesellen wird Kluft genannt. An der Farbe erkennt man das Handwerk.

Die Walz heute

Gut 600 junge Handwerker sind derzeit auf der Straße. Nicht nur Tischler und Zimmerer – alle Gewerke sind vertreten: Steinmetze, Installateure, Gold- und Silberschmiede, Schneider, Fleischer, Konditoren – und natürlich auch Bäcker. Natürlich ist die Walz inzwischen keine reine Männersache mehr und so gehen auch viele junge Gesellinnen auf die Walz.